Gehirnamputierte Amoeben

Gehirnamputierte Amoeben

Die staendige Faulness (zur Erinnerung: Faulheit + Wellness) ist nicht nur wunderbar entspannend, sondern weicht auch das Hirn kraeftig auf. Noch so eine Woche, und unser gemeinsamer IQ liegt bestenfalls noch auf Hoehe der Aussentemperatur. Noch so ein Monat, und wir duempeln wie gehirnamputierte Amoeben durch das Meer der ewigen Glueckseligkeit. Ok, es gibt wesentlich ueblere Perspektiven im Leben.

Um die Synapsen halbwegs in Schwung zu halten, muss wenigsten ein kleines kleines bisschen Action her. Vor 40 Jahren haette ich dem kleinen bloeden hollaendischen Balg (= Kind) aus der Nachbarhuette mindestens Eimer und Schaufel geklaut oder einfach in den Pool geworfen. Das geht jetzt leider nicht mehr. Also warum nicht mit dem unfreundlichen Vater des kleinen bloeden hollaendischen Balgs ein unverbindliches Streigespraech anfangen. Zum Beispiel, warum seine Landsleute 1974 das WM-Finale gegen uns voellig zu Recht verloren haben. Das Thema kommt erfahrungsgemaess bei Hollaendern immer richtig gut an.
Aus irgendeinem mir nicht nachvollziehbaren Grund mag Beate diese Idee nicht. Einen guten Kilometer entfernt liegt eine der zahlreichen kleinen, unbewohnten, steil aufragenden Inseln mit kleinem Sandstand. Also, ein Zwei-Mann-Kajak mieten und rueberpaddeln. Drueben angekommen, verkneife ich mir aus Gruenden der Harmonie, ihr ein Robinson-Crusoe-Spiel vorzuschlagen, in dem sie die Rolle von Freitag uebernimmt.
Stattdessen geniessen wir den kleinen, einsamen Sandstrand, das klare Wasser und schnorcheln ein wenig vor uns hin. Am spaeten Nachmittag werden wir uns noch unserer taeglichen Massage hingeben und Abends das hervorragende Essen geniessen. Und ansonsten? Arbeiten wir weiter hart an unserem Amoebendasein …

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