Abwechslung muss sein

Abwechslung muss sein

Nachdem der Ostersonntag fuer Strand und Erholung „extrem“ reserviert war, war klar , dass der Montag wieder aktiver sein wuerde. Denn: Abwechslung muss sein fuers Abschalten.

Seit wir hier angekommen sind stand fest, dass wir das hier so beliebte Quadfahren ausprobieren werden. Bei uns zuhause finde ich das irgendwie immer ein wenig affig wenn  so ein Monster-Reifen-Teil an der Ampelkreuzung steht – aber bei den hiesigen „Strassen“verhaeltnissen macht das schon wesentlich mehr Sinn.  Joerg zieht also sofort nach dem Fruehstueck los und besorgt uns so ein Vierrad.

Ich steige wie immer etwas skeptisch auf –  diesmal gibt es sogar einen chicken Helm dazu. Nicht selbstverstaendlich fuer unsere Urlaubsausfahrten. Bei mir steigt der Argwohn ob dieser Sicherheitsmassnahme. Moeglich ware natuerlich auch, dass es einfach nur noch verwegener aussieht wenn man einen Helm aufhat. Und je laenger ich darueber nachdenke, (die Verleiher und Hoteliers sind alles Italiener hier) desto beruhigter bin ich wieder. Dem Italiener geht „bella figura“ ganz sicher vor Sicherheit.

Am Anfang gehts noch schoen auf der Strasse entlang. Das Teil knattert recht laut und auf  dem Soziussitz hat man gerne das Gefuehl nach hinten wegzukippen. Festhalten schwierig, da Frau hinter dem Fahrer sehr ungebuehrlich breitbeinig Platz nehmen muss – und eine Rueckenlehne saehe dann schon sehr nach Oma aus.

Aber gut: die erste Exkursion fuehrt uns gleich zu einer entlegenen Ruine der „capella nossa senhora fátima“.

Noch netter: direkt darunter ist zwischen den schwarzen Felsen eine kleine Badebucht mit weissem Sand und tuerkisfarbenem Wasser. Ich werde mich an diesem Tag laenger nicht mehr so sauber und erfrischt  fuehlen wie nach diesem Bad. Nach der Mittagspause geht`s dann weiter. Der Plan? Ich erinnere mich nicht einen gehoert zu haben. Auf einmal fahren wir ueber Sandduenen und den weiten Strand entlang. Weisser Sand und Meer wohin man schaut. Diese Weite  haben wir der Insel die Tage vorher nicht angesehen. An einem riesigen flachen voellig menschenleeren Megastrand probiere ich das Teil dann auch mal allein aus. Kein Problem: Es hat nur einen Vorwaerts- und einen Rueckwaertsgang. Und einparken muss ich es auch nicht. Der Gashebel wird mit dem rechten Daumen bedient und wer braucht schon Bremsen. Die Steuerung ist ein wenig schwieriger aber mit Kraft und Konzentration klappt das auch einigermassen. So eine Duene hochbrettern ist schon nett und macht Laune. Der Nachmittag vergeht wie im Flug beim Rumkurven, Strandkucken und ab und zu die festgefahrene Karre aus dem Dreck hiefen. Als wir die Hoellenmaschine abends zurueckbringen sind wir beide muede, gluecklich und unbeschreiblich reif  fuer eine Dusche.

So. Der Text kommt etwas spaeter – er war wunderschoen auf dem iPhone getippt. Aber wenn das Gratis-WLAN in meiner Lieblingsstrandbar „Boa Vista Social Club“ nicht funzt muss ich halt alles nochmal abtippen.  Ohne Umlaute und ohne unser scharfes „s“.

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