Typisch

Typisch

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Zeit für ein kleines Zwischenfazit zu Boa Vista. Wir haben gerade einen etwas sehr langen Stopover auf Sal. DIE Flug-Verteiler-Insel hier. Deshalb auch jede Menge Leerlauf den wir Handybloggend auf einer Terrasse am Strand verbringen.

Aber zu Boa Vista: was mich wirklich sehr positiv überrascht hat ist das sehr sehr angenehme Klima. Ein immer frischer Wind schützt vor Hitzestaus jeglicher Art.
Das Meerwasser dürfte laut Internet so um die 22 Grad warm sein – auch das ist erfrischend.

Der Himmel ist meist blau mit Wölkchen. Das finde ich angenehm. Die Sonne scheint von morgens 7 bis abends 7. Dank Lichtschutzfaktor 30 und 50 haben wir uns bisher auch noch keine unprofessionellen Hautrötungen zugezogen.

Der Tourismusfaktor? Schwer zu sagen. Die Touranbieter, Hotellerie und Restaurants scheinen fest in italienischer Hand zu sein. Aber ich fürchte irgendwie, dass die Einheimischen das einfach verpasst haben. Auch kleine Läden für den täglichen Bedarf werden von den allgegenwärtigen Chinesen geführt. Es gibt nur einige wenige einheimische Lokale. Und trotz Spaghetti und Pizza wirkt alles hier nicht sehr touristisch. Eher so wie Teneriffa vor 50 Jahren. Klar gibt es hier ein paar große Clubhotels. Aber die Touris bleiben da drin. Die stören niemanden. Die Unterkunft die wir hatten war sehr nett, familiär und sauber. Prädikat empfehlenswert. Strand und Meer: 5 von 5 Sternen.

Shopping kann man hier völlig vernachlässigen – es sei denn man steht auf afrikanische Plakatmalerei in grellen Farben oder seltsame Holzskulpturen.

Typisch: über jedem Souvenirladen steht :“No stress“ – und: klar versuchen die einheimischen shopbesitzer ein Verkaufsgespräch vor dem Laden anzubahnen. „alles klar“ ist ein beliebter warm-up Spruch.

Essen: als reiner Vegetarier würde ich hier wohl die Krise kriegen. Aber zum Glück mag ich ja Fisch sehr gerne. Werde wohl am Urlaubsende einen ganzen Thunfisch verspeist haben. Außerdem ganz wichtig: zu jedem Essen wird Ketchup und Mayo gereicht. Keine Ahnung wo das herkommt. Von den Italienern sicher nicht. Auch Pommes gehören außer zu Spaghetti und Pizza irgendwie immer dazu.

Sprache: man spricht portugiesisch oder mit Händen und Füßen. Englisch selten. Manchmal komme ich mit meinen paar Brocken italienisch da weiter.

Leute: relaxed. Zurückhaltend. Eher gut gelaunt.

Musik: sehr auffällig ist, dass wirklich überall Musik läuft. Das reicht von chilligem einheimische Latin-irgendwas bis zu den Heulbojen unserer Tage. Ich denke Jörg wird Herrn Blunt gerade parallel einen geharnischten Blogpost widmen. Also will ich hier nicht vorgreifen.

Alles in allem bisher sehr entspannend. Und die Kapverden sind auf jedenfall irgendwas zwischen Birma (Infrastruktur und Internet) und Ostsee im Sommer (Wind und Pizzeria).

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