Lazy sunday afternoon

Lazy sunday afternoon

Ja er setzt langsam wieder ein. Dieser wohlige Dämmerzustand des erholend mittels „so gut wie nix Tun“. Man kann hier auch nicht viel tun. Denn es ist Sonntag und 1. Mai. Was die Inselbewohner bereits seit Freitag Abend freut und Geschäfte und Lokale geschlossen hält . Einige Insulaner (ungefähr 40) haben spontan Zelte am Strand vor dem Hotel aufgeschlagen. Von deren mobiler, generatorbetriebener Musik (ohne geht hier echt garnix) kriegen wir dank der Brandung nicht viel mit.

Musik hat uns ja schon in den ersten Minuten hier auf der Insel empfangen und die erste Wartezeit auf die Einreise verkürzt. Musik gibt’s hier zum Frühstück und zum Abendessen. In jeder Kneipe und jedem Restaurant. Im Freien und in geschlossenen Räumen. Am Strand hört man je nach beschallter Zielgruppe schon mal Jack Johnson oder wenn’s schlecht läuft den weinerlichen James Blunt. Ein Blick in unsere diversen Reiseführer gibt uns auch einen Hinweis auf die Verbundenheit zur „In-Heulboje“. Das was uns hier regelmäßig abends als folkloristische Beilage serviert wird nennt sich „Morna“, die Lieder erzählen alle von „sodade“ – Sehnsucht.

Und damit das alles auch noch einen inhaltlichen Nährwert bekommt: Der Reiseführer weiß auch, dass die ältere Dame die wir schon ein paarmal zum Abendessen als Musik-DVD erleben durften 2004 einen Grammy in der Kategorie Weltmusik gewonnen hat und hier liebevoll die „barfüßige Diva“ genannt wird. Die weltberühmte Cesària Ėvora würde ich jetzt gerne verlinken und ein Youtube- Video dazu suchen. Aber das muss warten. Das Internet ist hier auch eine Diva.

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