Richtung Meer

Richtung Meer

Das Wetter im Karijini National Park lässt am frühen Morgen noch zu wünschen übrig. Der Regen hat zwar aufgehört, aber dunkle Wolken ziehen über den Himmel. Wir entschließen uns zur Weiterfahrt: rund 340 Km quer durchs westaustralische Outback bis zur Küste nach Port Hedland und hoffen auf Sonne.

Die Strecke entpuppt sich als die landschaftlich spektakulärste bisher (sorry, wenn wir öfter mal „landschaftlich spektakulär“ im Blog schreiben) . Zuweilen glauben wir im Wilden Westen zu sein. Was wir ja auch sind. Nur halt auf einem anderen Kontinent. Diverse Canyons ziehen unsere staunenden Blicke auf sich. Immer wieder fahren wir durch enge, rostrote Schluchten, die sich dann weit öffnen und den Blick wieder über die Ebenen bis zum Horizont freigeben.

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Wir mögen diese schier endlosen Weiten. Es gibt viele Menschen, die sich in solchen Landschaften verloren fühlen. Auf uns trifft das nicht zu. Dabei stellen wir wieder fest, dass ein 4WD Off-Road-Camper wie in Namibia im letzten Jahr auch hier sinnvoller gewesen wäre.

Nichts gegen unseren aktuellen Camper. Er ist relativ groß, bequem und mit eigner Toilette inkl. Dusche sowie einer Klimaanlage und Mikrowelle luxuriös. Doch mit einem 4WD Camper ist man einfach wesentlich flexibler. Und kann mehr jenseits der ausgetretenen Pfade entdecken. So sind wir sehr auf den Asphalt unter den Reifen angewiesen. Oder zumindest auf sehr leicht zu befahrende Pisten.

Mir persönlich fehlt dieses Entdecker-Feeling dabei ein wenig. Außerdem sind die Campingplätze schlichtweg voll. Dieses exklusive Campen wie in Namibia, wo wir im Umkreis von X Kilometern nur von Landschaft und Natur umgeben waren, vermissen wir hier ein wenig.

Road Train auf dem Weg nach Port Hedland
Road Train auf dem Weg nach Port Hedland

Als Zwischenstation hoch zum 80 Miles Beach und Broome haben wir uns Port Hedland ausgesucht. Eine großflächige , von rotem Staub überzogene Industriestadt, in der etwa 15.000 Menschen leben. Das Eisenerz aus dem Landesinneren wird von hier Richtung Asien verschifft. Damit es bis zum Hafen gelangt, wird es von den 50 m langen Road Trains transportiert, die uns heute massenweise entgegenkamen.

Salzsee bei Port Hedland
Salzsee bei Port Hedland

Außerdem transportieren hier auch Züge das beliebte Erz an die Küste, die zwischen 3 bis 4 Km lang sind. Einen davon beobachten wir eine ganze Weile. Keine Ahnung, wie viele, völlig rostrot verstaubte Wagons das sind – aber sehr sehr sehr sehr sehr viele.

Die Nacht verbringen wir auf einem Campingplatz in South Hedland, wo wir uns für die nächsten Tage in einer Shopping Mall kräftig eingedecken. Und morgen geht’s dann die Küste hoch zum 80 Mile Beach – und wir freuen uns auf ganz viel Strand :-)

Dauercamper auf dem Black Rock Campingplatz in South Hedland
Dauercamper auf dem Black Rock Campingplatz in South Hedland

 

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