Frühstück mit Kängurus

Frühstück mit Kängurus

So hieß das Buch von Bill Bryson, das wir beide zur Einstimmung auf den Australienurlaub gelesen haben. Ich erinnere mich aber nicht, dass Herr Bryson, obwohl auch investigativer Journalist mit Hang zum „sich selbst nicht so ernst nehmen“ irgendwann solche Anstrengungen unternommen hätte, wirklich mit Kängurus zu frühstücken.

Der Reihe nach. Der heutige Tag ist unser letzter voller Tag. Jörgs ansonsten nicht ganz so empfindliches Ohr, hatte den Ausführungen unseres Guides auf der Yellow Water Tour entnommen, dass es am Arnhem Highway eine „irgendwas mit Tavern“ geartete Stelle gibt, an der morgens und abends sehr viele Wallabies (eine kleine Känguru-Art) rumhüpfen.  Tavern war ein guter Hinweis – so heißen nicht alle Roadhouses. Und tatsächlich mithilfe von Google könnte ein Ort ausfindig gemacht werden. Am Highway und etwa 70 km von Darwin entfernt.

image

Die Nachfragen im Roadhouse ergaben erstmal so was ähnliches wie „ja wir haben hier viele Wallabies, die leider so doof sind und den Weg in die falsche Richtung überqueren, wollen Sie nicht lieber unsere Krokodile sehen?“ Aber egal. Der Campingplatz hatte eine „powered Site“ zu günstigem Preis und vor allem „free Wi-fi“ das erste seit Perth.  Der Pool für die nachmittägliche Abkühlung scheint hier obligatorisch zu sein.

Da Kängurus nachtaktive Gesellen sind, war uns klar, dass wir uns ab Sonnenuntergang auf die Lauer legen würden. Und in der Tat. Sie kamen aus dem Busch gehüpft um das saftige Grün des Campingplatzes zu genießen. Wir durften uns vielleicht auf etwa 20 Meter nähern bevor Sie es dann doch sicherer fanden abzuhauen. Bis es zu dunkel wurde für gute Fotos haben wir vielleicht so 20 Stück beobachtet.

Aber wie ihr sicher schon ahnt, war die zweite Schicht Wallabies dann frühaktiv. Und da war tatsächlich ein ziemlich unverfrorener Geselle zur Stelle als ich gerade die Karottenabfälle vom Vortag entsorgen wollte. Und er ließ sich von Jörg aus der Hand füttern.  Ich schreibe „der“ weil es definitiv und gut sichtbar ein „er“ war.

#Känguru zum #Frühstück 😃 #schmitzeontour #roo #australia #travel

Ein von Jörg Schmitz (@jorg.schmitz) gepostetes Video am

Selbstverständlich wurde alles gut dokumentiert und ist heute mit Sicherheit das eindrücklichste Erlebnis. Darwin ist kein besonders hübsches Städtchen, aber auch nicht so schlimm wie die Reiseführer schreiben. Wir genießen zum Mittagessen die hiesige Thaiküche und genehmigen uns am Strand noch einheimische Mango. Ein letzter Tag wie wir ihn uns gewünscht haben. Zum Abendessen gab es heute übrigens einfach Rinder Schnitzel (stand auf der Packung) und die letzte Flasche leckeren Rotwein.

Prost. Auf die Kängurus!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

captcha *