Erleuchtung

Erleuchtung

Also, was ist heute so alles passiert?

In den USA ballert sich ein Typ versehentlich sein bestes Stück weg, weil er sich in seinem Auto auf eine geladene Waffe setzte. Ein ehemaliger CIA Spion behauptet, dass die NASA Kinder als Sklaven auf den Mars schickt. Und Peter Tauber meint ernsthaft, „Wenn Sie was ordentliches gelernt haben, dann brauchen Sie keine drei Minijobs.“

Alle drei dämlich. Wobei Tauber dabei noch die Spitzenposition erklimmt. Der Mann ist CDU. Der ist Christ. Wie will er die drei Minijobs eines Tages erklären, wenn er vor seinen Schöpfer tritt? Ihr wisst schon, der „Ich bin der Vater, der Sohn und der heilige Geist.“ Etwas Erleuchtung täte allen dreien gut. Also dem Schwanzlosen, dem Ex-CIA’ler und Tauber.

Erleuchtung, die wir hier rund um die Uhr genießen. Also fast. Zumindest so lange wir wach sind. Tatsächlich haben wir in diesem Urlaub noch nicht eine einzige dunkle Minute erlebt. Immer scheint die Sonne. Wenn auch meist hinter Wolken. Für die Pflanzen ist das großartig. Photosynthese, Photosynthese,Photosynthese … Die wachsen in dieser Jahreszeit wie wild. Deshalb wird hier ständig und überall der Rasen gemäht.

Über 170 cm

Vielleicht bringt diese Dauererleuchtung ja auch mir was. Größentechnisch meine ich. Die 1,70 m Marke dürfte ich in den letzten Tagen ganz sicher schon geknackt haben. Prima. Zu viel Wachstum sollte es dann aber auch nicht sein. Unser Camper ist zwar groß, aber nix für Leute über 1,85 cm. Die müssten hier drin ständig den Kopf einziehen.

Aber Platz bietet der Camper. Sehr viel Platz. Wir wären wie gesagt schon mit etwas wesentlich kleinerem zufrieden gewesen. Doch Dank des Upgrades hätten wir für den Stauraum im hinteren Teil des Campers auch noch eine Waschmaschine sowie einen Trockner mitnehmen können. Dazu locker noch fünf große Koffer. Nein, das ist tatsächlich keine Übertreibung!

Schöner Scheitern

Zurück zur Frage, was heute so alles passiert ist. Also bei uns. Nicht weit von unserem Stellplatz einen Leuchtturm bestiegen und besichtigt. Im „Surf Paradiies“ (ja, das wird hier mit 2 i geschrieben) ein paar Anfänger beim schöner Scheitern bewundert.

In Ermangelung an exotischen Tempeln und atemberaubender Landschaften habe ich mich in der Kunst der Flechtenfotografie geübt (s. Titelbild). Danke, ja, ich finde es für die ersten Versuche auch recht gelungen. Beate will sich möglicherweise auf Türklinken spezialisieren und studiert ab und zu eine App, um die estnische Sprache zu erlernen. Deshalb wissen wir jetzt z. B., dass Jögi Fluss bedeutet.

Der Beginn einer großen Sammlung an Türklinken-Fotos?

Schließlich um 15.30 Uhr mit der Fähre rüber von der Insel Hiiumaa auf Estlands größte Insel Saaremaa.

Beide Inseln sind platt wie ein Pfannkuchen und voller dichter Nadelwälder. Ideal für Radfahrer und Mountain Biker. Wobei mir gerade auffällt, dass das mit Mountain ja hier eher nicht gegeben ist. Nach etwas hin und her haben wir in einem Moment der Erleuchtung einen Stellplatz namens RMK Veere telkimisala gefunden.

Nur 10 m von uns entfernt plätschert die Ostsee an einen Kieselstrand. Rund herum natürlich die obligatorischen Nadelbäume. Wirklich äußerst hübsch und wild romantisch das Ganze. Und nun warten wir mal ganz entspannt ab, was morgen so alles erleuchtungsmässig passiert.

Abendessen mit Panoramaaussicht auf die Ostsee

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