{"id":1101,"date":"2012-10-22T16:44:45","date_gmt":"2012-10-22T14:44:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.all-about-schmitz.de\/wordpress\/?p=1101"},"modified":"2012-10-23T07:08:32","modified_gmt":"2012-10-23T05:08:32","slug":"led-erleuchtung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.all-about-schmitz.de\/wordpress\/blog\/led-erleuchtung\/","title":{"rendered":"LED-Erleuchtung"},"content":{"rendered":"<p>Bodhgaya &#8211; &#8222;Ort der Erleuchtung\u201c. Hier, gut 1.000 Km \u00f6stlich von Delhi, soll einst Buddha eben jene Erleuchtung erlangt haben. Grund genug f\u00fcr die UNESCO, diesen in tropisches gr\u00fcn eingebetteten Ort als Weltkulturerbe zu deklarieren. Also hin, kann ja nix schaden. Vielleicht sehen wir ja auch irgendwo ein Lichtlein. Wobei es uns schon reichen w\u00fcrde, wenigstens etwas sch\u00e4rfer zu sehen. Denn wir schlagen uns seit Tagen beide mit einer Bindehautentz\u00fcndung rum. Die freundliche Dame am Flughafen Check-In empfiehlt uns beim Anblick unserer rotunterlaufenden Augen Rosenwasser zum Aussp\u00fclen.<\/p>\n<div class=\"separator\" style=\"clear: both; text-align: left;\"><a href=\"https:\/\/www.all-about-schmitz.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/wpid-Photo-22.10.2012-1837.jpg\" target=\"_blank\" style=\"clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;\" rel=\"lightbox[1101]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.all-about-schmitz.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/wpid-Photo-22.10.2012-1837.jpg\" id=\"blogsy-1350968885810.2297\" class=\"alignleft\" alt=\"\" width=\"351\" height=\"468\"><\/a><\/div>\n<p>Auf so eine Art spirituelles Rosenwasser zum Aussp\u00fclen des Geistes hoffen in dem kleinen Ort Bodhgaya offensichtlich &#39;ne Menge Menschen. Denn hier liegen auf relativ engem Raum fr\u00f6hlich mal 45 Kl\u00f6ster sowie diverse Tempel dicht an dicht. Wie eigentlich immer an heiligen buddhistischen Orten, herrscht eine entspannte Freundlichkeit. Au\u00dferdem empfinde ich Buddhas goldenes L\u00e4cheln als wesentlich  sympathischer, als einen am Kreuz vor sich hin krepierenden Jesus.<\/p>\n<p>Im Zentrum des Ortes steht ein Baum, genauer ein Bodhi-Baum. Nach 7 Tagen unter einem solchen Bodhi-Baum sitzend erlangte Buddha der Legende nach Erleuchtung. Das heute hier stehende Exemplar soll ein Ableger des Originalbaums sein. Irgendwo habe ich mal gelesen, dass kein Baum der Welt soviel Sauerstoff produzieren soll wie ein Bodhi-Baum. Ist Erleuchtung also einfach nur eine Frage von zu viel Sauerstoff \u00fcber einen gewissen Zeitraum? Und wenn ja, warum eigentlich auch nicht? :-) Dies k\u00f6nnte vieles ungemein vereinfachen.<\/p>\n<p>Wir werden diese Frage jedoch nicht so ohne weiteres kl\u00e4ren k\u00f6nnen. Denn erstens bleiben wir nur 4 Tage. Zweiten umgibt eben jenen Bodhi-Baum ein steinernes Gitter. Und drittens war zu Buddhas Zeiten rund um den Baum ganz sicher wesentlich weniger los. <\/p>\n<p>Kurz nach Einbruch der Dunkelheit (gegen 18 Uhr) begeben wir uns Richtung Baum mit angebundenem Tempel. Die letzten gut 50 m vor dem Tempeleingang sind eine einzige Erleuchtung. Links und rechts des Weges kleine St\u00e4nde mit fliegenden H\u00e4ndlern, fast alle mit grellen LED Lampen beleuchtet. Dazu noch diverse grellbunte Lichterketten, die all das erleuchten, was man als Pilger so braucht oder auch nicht: Tonnen von R\u00e4ucherst\u00e4bchen, Blumengestecke, Buddhafiguren in allen Gr\u00f6\u00dfen und Formen, grellbunte Hindug\u00f6tter aus Plastik, Handspiegel, K\u00e4mme, Gebetsketten sowie eine friedlich vor sich hinkackende heilige Kuh &#8230; Als weiteres meditatives Element dient die akustische Untermalung. Aus diversen sehr lauten Lautsprechern schmeichelt Hindi-Pop den Ohren des Kenners. <\/p>\n<p>Dann endlich in der Tempelanlage: Dutzende, in allen rot-und oranget\u00f6nen gekleidete M\u00f6nche, Pilger aus vorwiegend asiatischen L\u00e4ndern, die singend gegen den Uhrzeigersinn den Tempel umkreisen oder zum Teil in gr\u00f6\u00dferen Gruppen still meditieren. Wei\u00dfeTouristen au\u00dfer uns praktisch keine. Aber ein Paar poppende Hunde. F\u00fcr so manchen scheinen die Momente am Bodhi-Baum der H\u00f6hepunkt und die Erf\u00fcllung eines Lebenstraums zu sein. So, wie etwa in der Geburtskirche und der Klagemauer in Jerusalem oder mit einigen Abstrichen auch im Petersdom. Schwer, eine Atmosph\u00e4re solch tiefer Ergriffenheit in Worte zu fassen. Also halte ich f\u00fcr heute  jetzt auch mal texttechnisch die Klappe.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div style=\"text-align: right; font-size: small; clear: both;\" id=\"blogsy_footer\"><a href=\"http:\/\/blogsyapp.com\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/blogsyapp.com\/images\/blogsy_footer_icon.png\" alt=\"Mit Blogsy ver\u00f6ffentlicht\" style=\"vertical-align: middle; margin-right: 5px;\" width=\"20\" height=\"20\" \/>Mit Blogsy ver\u00f6ffentlicht<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bodhgaya &#8211; &#8222;Ort der Erleuchtung\u201c. Hier, gut 1.000 Km \u00f6stlich von Delhi, soll einst Buddha eben jene Erleuchtung erlangt haben. Grund genug f\u00fcr die UNESCO, diesen in tropisches gr\u00fcn eingebetteten Ort als Weltkulturerbe zu deklarieren. Also hin, kann ja nix schaden. Vielleicht sehen wir ja auch irgendwo ein Lichtlein. 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