{"id":1339,"date":"2012-11-01T08:07:41","date_gmt":"2012-11-01T07:07:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.all-about-schmitz.de\/wordpress\/?p=1339"},"modified":"2012-11-01T08:12:48","modified_gmt":"2012-11-01T07:12:48","slug":"indian-railways-teil-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.all-about-schmitz.de\/wordpress\/blog\/indian-railways-teil-1\/","title":{"rendered":"Indian Railways &#8211; Teil 1"},"content":{"rendered":"<p>Premiere f\u00fcr mich. Versucht haben wir&#39;s immer wieder, auch schon von Zuhause aus, aber in Khajouraho hat&#39;s dann erst geklappt mit dem ersten Ticket f\u00fcr eine Zugfahrt durch Indien. Und dann gleich mal lockere 1.100 Km und 21 geplante Stunden am St\u00fcck in der zweiten Klasse nach Udaipur. Unsere spontanen Entscheidungen &#8211;  4 Tage vorher &#8211; oder trickreiche Buchungssysteme die Pins nicht an ausl\u00e4ndische Handynummern verschicken wollen hatten mein Deb\u00fct bisher erfolgreich verhindert. Und damit auch die von Anfang an beschlossene Widmung dieses Blogposts an <a href=\"http:\/\/blog.mahrko.de\/tag\/deutsche-bahn\/\" target=\"_self\" title=\"Marco&#39;s Blog - Bahnthemn\">Marco Bereth<\/a>. Den Schutzheiligen einiger meiner deutschen Bahntrips. <\/p>\n<div class=\"separator\" style=\"clear: both; text-align: left;\"><a href=\"https:\/\/www.all-about-schmitz.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/wpid-Photo-31.10.2012-0939.jpg\" target=\"_blank\" style=\"clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;\" rel=\"lightbox[1339]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.all-about-schmitz.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/wpid-Photo-31.10.2012-0939.jpg\" id=\"blogsy-1351753953500.5718\" class=\"alignleft\" width=\"350\" height=\"262\" alt=\"\"><\/a><\/div>\n<p>Es geht zu einer absolut akzeptablen Zeit los. Wir verlassen unsere Zen-Osho-Ratz-Herberge gegen 8 Uhr und werden auf einem gar nicht so indisch anmutenden Bahnsteig (sauber, nicht \u00fcberf\u00fcllt) abgeliefert. Zwei Kofferkulis nehmen uns diensteifrig in Empfang und versprechen uns f\u00fcr 1 EUR unsere Koffer und uns am richtigen Platz im Zug abzugeben. Wir schlagen zu. Speziell richtiger Wagen und Platz leuchtet uns ein. Weil &#8211; nein, es gibt keinen Wagenstandsanzeiger. Daf\u00fcr eine scheduled arrival time. Die der Zug auch einh\u00e4lt. Ungef\u00e4hr eine halbe Stunde vor Abfahrt f\u00e4hrt er p\u00fcnktlich ein. Und ist leer. Das hei\u00dft wenig Gedr\u00e4nge. Wir werden im richtigen Wagen platziert. Das Abteil ist an der Seite abgeschlossen, hat je zwei \u00fcbereinanderliegende Liegefl\u00e4chen und ist nach vorne mit einem losen Vorhang versehen. Das erste was ich checke: Steckdosen. YES es gibt eine. Und einen Spiegel. Also eher zum Rasieren gedacht &#8211; aber das interessiert uns nicht so. <\/p>\n<p>Punkt 10 nach 9 Uhr ruckelt der Zug dann auch los. Er h\u00e4lt an jeder Milchkanne. Manchmal f\u00fcr gute 20 Minuten. Die Landschaft ist wenig abwechslungsreich und das Fenster auch sehr niedrig angebracht. Die Klimaanlage rauscht vor sich hin und irgendwann packe ich meine Flauschsocken aus. Die B\u00e4nke sind hart &#8211; aber ich fange erstmal an zu lesen. J\u00f6rg pennt. Alles ist ruhig. Kein Gelabere&#8230; nur das schwankende Rattern des Zuges. <\/p>\n<p>Im Reisef\u00fchrer lese ich noch, dass Indien das zweitl\u00e4ngste Streckennetz der Welt betreibt, und dass hier j\u00e4hrlich so um die 400 bis 500 Unf\u00e4lle mit 800-1000 Toten stattfinden. Was die indische Eisenbahn zur gef\u00e4hrlichsten der Welt macht. J\u00f6rg gef\u00e4llt das. <\/p>\n<p>Irgendwann kommt auch der Schaffner. Nur erkennbar an seiner &#8222;Ticket&#8220; Forderung und einem Kugelschreiber und einem verratzten kleinen Buch das in der Hand h\u00e4lt. Vielleicht war auf seinem Sakko noch ein Wappen aufgestickt. Bin mir aber nicht so sicher. So lange der auf dem Bahnsteig rumsa\u00df konnte man auf jeden Fall bequem in den Haltepausen Chips-Nachschub besorgen. Ich wollte m\u00f6glichst selten die Toilette benutzen und J\u00f6rg hat eh die mit Leitungswasser-Zahnputz-Krankheit, also waren wir mit mehreren T\u00fcten Chips (Lays salted ist unsere Lieblingsmarke) auf Di\u00e4t. Chipst\u00fcten enthalten hier im g\u00fcnstigsten Fall 50 g Chips. <\/p>\n<p>Der einzige Aufreger war, als J\u00f6rg relativ sp\u00e4t ank\u00fcndigte nochmal Chips zu besorgen &#8211; und er noch nicht wieder an seinem Platz sa\u00df als der Zug losruckelte. Mein aufgeregtes &#8222;My husband is still outside&#8220; (hohe, aufgeregte Stimme mit Wiederholung und wildem Gestikulieren vorstellen) hat das reichlich vorhandenen Zugpersonal nur m\u00e4\u00dfig beeindruckt. Mir schossen so Situationen durch die Birne, als ich mal meinen Travelbuddy Uwe auf einer Dienstreise verlor&#8230;. und Marco wieder mal helfen konnte. Zumindest was den Kontakt anging. Na auf jedenfalls hat J\u00f6rg (der seelenruhig die H\u00e4nde nach seinem Toilettenbesuch die H\u00e4nde wusch) meinen Einsatz bemerkt ;-) <\/p>\n<p>Ansonsten sind 21 Stunden schon eine lange Zeit &#8211; aber sehr unterhaltsam wenn man eine Steckdose, ein iPad und einen doppelten Kopfh\u00f6rerausgang dabei hat. Wir haben uns in aller Seelenruhe 8 Folgen von &#8222;Homeland&#8220; reingezogen. Chips gemampft und die morschen Knochen in immer neue Stellungen gebracht, damit wir uns nicht wund sitzen. <\/p>\n<p>Die Nacht war ok. Wir kamen \u00fcberp\u00fcnktlich um 6.05 h hier in Udaipur an. Haben den Typen an der Rezeption aus seinen Tr\u00e4umen geholt und unser neues Refugium bezogen, geduscht und bis 9 Uhr noch mal ein wenig gepowernapped. <\/p>\n<p>Nach Fr\u00fchst\u00fcck und ausgiebiger Poolbesichtigung haben wir uns aufgemacht ins St\u00e4dtchen um wieder mal auf einer Dachterrasse (4.Stock) freies Wifi mit Lassi zu genie\u00dfen. DAS ist ein Arbeitsplatz ;-).<\/p>\n<p>Zusammenfassend gesagt: Die Zugfahrt war sehr ok. War zwar keine erste Klasse sondern zweite &#8211; und die Toilette (indian style) stank bestialisch. Aber irgendwas ist ja immer. <\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Premiere f\u00fcr mich. Versucht haben wir&#39;s immer wieder, auch schon von Zuhause aus, aber in Khajouraho hat&#39;s dann erst geklappt mit dem ersten Ticket f\u00fcr eine Zugfahrt durch Indien. Und dann gleich mal lockere 1.100 Km und 21 geplante Stunden am St\u00fcck in der zweiten Klasse nach Udaipur. 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