{"id":1378,"date":"2012-11-08T11:58:45","date_gmt":"2012-11-08T10:58:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.all-about-schmitz.de\/wordpress\/?p=1378"},"modified":"2012-11-08T11:58:45","modified_gmt":"2012-11-08T10:58:45","slug":"uber-allen-dunen-ist-ruh","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.all-about-schmitz.de\/wordpress\/blog\/uber-allen-dunen-ist-ruh\/","title":{"rendered":"\u00dcber allen D\u00fcnen ist Ruh&#8216;"},"content":{"rendered":"<p> Knatschblauer Himmel \u00fcber horizontf\u00fcllendem ockerfarbenem Fort. Das war mein erster Eindruck von der Aussicht auf der Dachterrasse unseres Hotels.<\/p>\n<p>Mittlerweile ist ein Tag vergangen. wir sitzen wieder hier. Haben uns wieder angeschaut wie der Himmel immer dunkler wird und die Festung im Dunkeln versinkt.<\/p>\n<p>Aber das war gestern. Heute findet endlich der Trip in die W\u00fcste statt. Ein wenig Respekt und Bauchgrummeln hatte ich ja schon. Bin zwar von klein auf das Campen gewohnt, aber mit Reiten hatte ich es noch nie. Und mit Kamelen auch nicht. Die sind verdammt langbeinig und Schaukeln schwer. Dazu noch die Erz\u00e4hlungen von Herrn Schmitz und ich musste extra nochmal auf Toilette. <\/p>\n<p>Beim <a href=\"http:\/\/www.adventurecamels.com\/\" target=\"_self\" title=\"Guter veranstalter f\u00fcr kamelsafaris\">Veranstalter<\/a> angekommen erfahren wir, dass wir noch 5 weitere Personen sein werden. Wir f\u00fchren die Altershitparade locker an. Ein britisches P\u00e4rchen und 3 franz\u00f6sische Austauschstudenten. Wir gr\u00fcbeln bis zum Schluss welcher der Jungs das M\u00e4del abkriegen wird. Erstmal werden wir im Jeep aus der Stadt gekarrt. Das erste woher und wohin wird gekl\u00e4rt. Nette, lockere Truppe. Nicht unwichtig f\u00fcr so eine Unternehmung. Dann lernen wir unsere Kamele kennen. J\u00f6rgs Kamel hei\u00dft Magoo. Ich bin ein wenig neidisch und nehme mit Unterst\u00fctzung auf Messut Platz. Dem st\u00e4rksten und verfressensten Dromedar. Ich nenne es sp\u00e4ter liebevoll Snackamel, weil es sp\u00e4ter immer wieder am Wegesrand irgendetwas m\u00e4\u00dfig leckeres zum knabbern und verweilen findet. Nachdem ich das Aufstehen von Messut \u00fcberstanden habe, erinnern mich die ersten Schritte sehr an meine Erlebnisse mit Ponys in fr\u00fchester Jugend. Nur Papa holt mich nicht runter, weil ich Angst habe runterzukippen. Nachdem mir die Jungs dann noch die Steigb\u00fcgelimprovisation gezeigt haben wird auch alles gleich viel besser. Und ich gew\u00f6hne mich sogar an das gem\u00e4chliche Schaukeln. Wir schauen uns auf dem Weg zu unserem Nachtlager noch ein kleines Dorf an. Kinder und schwangere Frauen sind Zuhause. Der Rest scheint unterwegs zu sein. Die Kinder k\u00f6nnen W\u00f6rter wie &#8222;chocolate&#8220; und &#8222;pen&#8220;. Und vor allem &#8222;Foto&#8220;. Das lassen wir uns dann nicht zweimal sagen. Das mit dem Foto nat\u00fcrlich. <\/p>\n<p>Am Lager auf einer Sandd\u00fcne angekommen beginnen die uns begleitenden Jungs mit dem Abladen der Kamele und kochen Tee f\u00fcr uns. W\u00e4hrend wir uns auf der Sandd\u00fcne unserer Wahl den spektakul\u00e4ren Sunset anschauen, zaubern die Jungs auf dem Lagerfeuer das Abendessen. Und es gibt keine W\u00fcrstchen, sondern Reis, Dhal, Gem\u00fcse und Brot. Als es dunkel wird ist alles fertig. Wir sitzen ums Lagerfeuer und schauen w\u00e4hrend wir essen beim Chapati backen zu. Die ersten Sterne sind schon zu sehen. Die Milchstra\u00dfe ist gut erkennbar und riesig gro\u00df. Satelliten ziehen ihre Bahnen und wir z\u00e4hlen in 10 Minuten mehr Sternschnuppen als damals im eiskalten August auf dem Einkorn. <\/p>\n<div class=\"separator\" style=\"clear: both; text-align: left;\"><a href=\"https:\/\/lh4.googleusercontent.com\/-MfbP8ksegw8\/UJuDZKaYyEI\/AAAAAAAADx8\/9zpJI-R0w0E\/s1280\/IMG_0393.JPG\" target=\"_blank\" style=\"clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;\" rel=\"lightbox[1378]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lh4.googleusercontent.com\/-MfbP8ksegw8\/UJuDZKaYyEI\/AAAAAAAADx8\/9zpJI-R0w0E\/s500\/IMG_0393.JPG\" id=\"blogsy-1352372272494.2861\" class=\"alignleft\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"375\"><\/a><\/div>\n<p>Nicht lange und wir steigen in unsere Liegebetten. Es wird k\u00fchl. Die Betten sind kuschelig. Der Blick auf den Sternenhimmel ist unbeschreiblich. Es ist unglaublich still. Als ich das erste mal aufwache ist die Milchstra\u00dfe verschwunden. Stattdessen steht Orion am Himmel. Der Mondaufgang ist so hell, dass ich aufwache. Ich sehe auch irgendwann den rosa Schimmer, der die aufgehende Sonne ank\u00fcndigt. Sonnenaufgang vom Bett aus, ein leckerer Chai dazu. So muss Urlaub sein. <\/p>\n<p>Dann gibts Fr\u00fchst\u00fcck. Alle erz\u00e4hlen begeistert von ihrer W\u00fcstennacht und beschlie\u00dfen einhellig die Fr\u00fchst\u00fcckseier zu den besten dieses Universums zu k\u00fcren. <\/p>\n<p>Auf dem R\u00fcckweg zeigen uns dann die Dromedare, dass sie neben dem Zockelschaukelgang auch noch den Hoppeltrab beherrschen. Nicht gerade zur Begeisterung der touristischen Herren. Die sofort eine Solidargemeinschaft des gemeinsam erduldeten M\u00e4nnerschmerzes gr\u00fcnden. <\/p>\n<p>Wir M\u00e4dels bekommen in den d\u00f6rflichen Lebensgemeinschaften daf\u00fcr einiges an Babygetier von den Kindern pr\u00e4sentiert. <\/p>\n<p>Auf dem Jeeptrip nach Jaisalmer sehnt sich sicher jeder nach einer Dusche und einem kalten Getr\u00e4nk seiner Wahl. Aber die Stille und den Himmel werden wir sicherlich alle vermissen. <\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Knatschblauer Himmel \u00fcber horizontf\u00fcllendem ockerfarbenem Fort. Das war mein erster Eindruck von der Aussicht auf der Dachterrasse unseres Hotels. Mittlerweile ist ein Tag vergangen. wir sitzen wieder hier. Haben uns wieder angeschaut wie der Himmel immer dunkler wird und die Festung im Dunkeln versinkt. Aber das war gestern. 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