{"id":1385,"date":"2012-11-13T10:07:36","date_gmt":"2012-11-13T09:07:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.all-about-schmitz.de\/wordpress\/?p=1385"},"modified":"2012-11-13T10:07:38","modified_gmt":"2012-11-13T09:07:38","slug":"mord-moped","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.all-about-schmitz.de\/wordpress\/blog\/mord-moped\/","title":{"rendered":"Mord &#038; Moped"},"content":{"rendered":"<p> Wir sitzen mit Blick auf den gut 40 m breiten Sandstrand und das sich bis zum Horizont ersteckende Meer. Frischer O-Saft, richtig guter Kaffee (nicht die sonst \u00fcbliche Nescafe-Pl\u00f6rre), ein Frucht-Joghurt-M\u00fcsli, die F\u00fc\u00dfe im Sand. Und um euren Neidfaktor jetzt mal richtig durch die Stratosph\u00e4re  schie\u00dfen zu lassen: ein paar Delfine springen aus dem Meer, als wollten sie einen kurzen Blick auf unser Fr\u00fchst\u00fcck werfen. Wir chillen, wie Am\u00f6ben im endlosen Meer der ewigen Gl\u00fcckseligkeit.<\/p>\n<p>So viel paradiesische Idylle h\u00e4lt auf Dauer nat\u00fcrlich niemand aus. Also ich zumindest nicht. Zum Ausgleich lese ich deshalb den ebenso tiefschwarzen wie blutigen wie gewaltsamen wie sprachlich herausragenden Drogenkrimi &#8222;Tage der Toten&#8220; von D. Winslow. Au\u00dferdem passt Drogenkrimi ganz gut nach Indien. Denn wir h\u00e4tten uns hier schon gen\u00fcgend Zeug besorgen k\u00f6nnen, um die n\u00e4chsten 5 Leben von fr\u00fch bis sp\u00e4t komplett zugedr\u00f6hnt zu sein. <\/p>\n<p>Au\u00dferdem sind wir seit gestern stolze Mieter eines Mopeds. Mal ein bisschen Gas geben und heilige K\u00fche mit der Hupe erschrecken. Mietpreis: rund 1,50 \u20ac pro Tag, F\u00fchrerschein und Helmpflicht spielen keine Rolle. Eine Rolle spielt allerdings das Benzin. Der Tank ist fast leer. Wir suchen also eine Tankstelle, finden keine, trotz mehrfachen Nachfragens. Endlich, nach einer Weile fragen wir eine Kioskbesitzer nach dem Weg. Er meint, er habe Benzin. Schnell holt er f\u00fcnf mit Benzin aufgef\u00fcllte 1-Liter-Wasserflaschen unter der Theke hervor, f\u00fcllt sie in unser Moped.<\/p>\n<p>Wir erkunden die Gegend, fahren \u00fcber von tropischem Gr\u00fcn umgebene, schmale Stra\u00dfen.  Nur wenige Km von unserem Strand entfernt liegt der Palolem Beach. Sieht fast genau so aus wie unserer, nur mit viel mehr H\u00fctten, Booten, Menschen. Rappelvoll mit Backpackern das Ding. Ok, wer&#39;s mag.<\/p>\n<p>Nach einer kurzen Weile der n\u00e4chste Strand, Agonda. Sicher 2 Km lang, 50 m breit, wild und nur eine handvoll Menschen zu sehen.  Am Strand ein winziges Fischerdorf und vielleicht zweidutzend H\u00fctten f\u00fcr Touris. Ideal f\u00fcr alle, die Strand, Ruhe und Einsamkeit suchen. Allerdings m\u00fcsst ihr das letzte St\u00fcck zum Strand zu Fu\u00df. Der Weg ist f\u00fcr ein Auto nicht breit genug.<\/p>\n<p>Aber egal welchen der drei Str\u00e4nde man ansteuert. Touristisch gesehen gehen sie wohl alle fr\u00fcher oder sp\u00e4ter den \u00fcblichen Gang: erst kommen ein paar Rucksacktouristen. Dann kommen noch mehr. Irgendwann entdeckt ein Tourismusveranstalter die Gegend, baut die Infrastruktur aus und ein Hotel und dann kommt der erste Bus mit Pauschaltouristen. Das war es dann. Ich lege mein Buch weg und beschlie\u00dfe, die Idylle noch etwas zu genie\u00dfen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir sitzen mit Blick auf den gut 40 m breiten Sandstrand und das sich bis zum Horizont ersteckende Meer. Frischer O-Saft, richtig guter Kaffee (nicht die sonst \u00fcbliche Nescafe-Pl\u00f6rre), ein Frucht-Joghurt-M\u00fcsli, die F\u00fc\u00dfe im Sand. 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