{"id":1550,"date":"2013-05-28T13:21:00","date_gmt":"2013-05-28T11:21:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.all-about-schmitz.de\/wordpress\/?p=1550"},"modified":"2015-05-25T13:46:35","modified_gmt":"2015-05-25T11:46:35","slug":"fundstelle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.all-about-schmitz.de\/wordpress\/blog\/fundstelle\/","title":{"rendered":"Fundstelle"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_1556\" aria-describedby=\"caption-attachment-1556\" style=\"width: 640px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.all-about-schmitz.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/fundstelle_DB_frankfurt.jpg\" rel=\"lightbox[1550]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-1556\" src=\"https:\/\/www.all-about-schmitz.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/fundstelle_DB_frankfurt-1024x768.jpg\" alt=\"Fundstellenschild im Frankfurterbahnhof\" width=\"640\" height=\"480\" srcset=\"https:\/\/www.all-about-schmitz.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/fundstelle_DB_frankfurt-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.all-about-schmitz.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/fundstelle_DB_frankfurt-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.all-about-schmitz.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/fundstelle_DB_frankfurt.jpg 1632w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-1556\" class=\"wp-caption-text\">Fundstelle. Aus der Reihe sch\u00f6ne Begriffe der Deutschen Bahn.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Dienstreise. Frankfurt. Kein Fr\u00fchst\u00fcck im Hotel.<br \/>\nIch beschlie\u00dfe mir ein &#8222;do it yourself&#8220; Fr\u00fchst\u00fcck aus dem reichhaltigen Angebot der Bahnhofshalle zusammenzustellen und dies dann gepflegt in der DB Lounge zu verspeisen. So weit der Plan. Der pfiffige Leser ahnt bereits, dass es mich nur deshalb dazu dr\u00e4ngt dar\u00fcber zu bloggen, weil der Plan nur ein Plan blieb.<\/p>\n<p>Machen wir gleich da weiter, wo mir das Herz in die leere Hostentasche rutscht und ich feststelle, dass mir mein geliebtes iPhone fehlt. Daf\u00fcr hab ich einen Kaffeebecher und eine Br\u00f6tchent\u00fcte in der Hand. Die schmale gr\u00fcne Ledertasche nebst wertvollem Inhalt ist nicht da. Auch nicht in den Untiefen meiner Umh\u00e4ngetasche.<\/p>\n<p>Panik!<\/p>\n<p>Mir f\u00e4llt auch gleich ein wo ich es zuletzt benutzt hatte. Da ist es nicht mehr. Das Personal von der Bahn, das um meinen Verlustort an Schaltern sitzt &#8211; ist ahnungslos, erst am Ausgang des Reisezentrums findet sich ein \u00e4lterer Herr, der mir versichert, dass er eine junge Frau mit dem Fund zur benachbarten Fundstelle (was f\u00fcr eine Begriffs-\/Bedeutungsverdrehung) geschickt hat.<\/p>\n<p>Hinmarschiert. Kein Handy da.<\/p>\n<p>Ein weiterer Hinweis auf einen weiteren Informationscounter, der wieder ohne Fund bleibt. Zur\u00fcck zur Fundstelle \/ Fundservice &#8211; Fundantrag ausf\u00fcllen. Dazwischen mal angerufen (zum Gl\u00fcck hatte ich mich mit dem Handy wecken lassen, deshalb war der Ton an) &#8211; keine Reaktion. Der Blick auf die Uhr verr\u00e4t mir, dass ich mal langsam aufbrechen sollte Richtung Reisezweck.<\/p>\n<p>Auf dem Bahnsteig merke ich, dass meine Tasche vibriert. Der Dienst-Blackberry vermeldet, dass ich mich gerade selbst anrufe. Noch ein wenig hin und her &#8211; dann erwische ich tats\u00e4chlich jemanden der mir sagt, dass das Handy in seinem Besitz w\u00e4re, und dass er in der DB-Lounge 1.Klasse auf mich wartet. Er spricht Deutsch mit Akzent, erz\u00e4hlt etwas von einer Bekannten und vor meinem inneren Auge sehe ich ein junges Rucksackreise-P\u00e4rchen das erster Klasse durch Deutschland reist. Die Sorte Mensch, die Reiseerlebnisse mit Menschen sch\u00e4tzt, und schon ganz gespannt auf die Tussi warten, die so doof ist ein 800 Euro Handy einfach rumliegen zu lassen. Ich stelle mir auch vor, wie ich den beiden 50 Euro als Finderlohn in die Hand dr\u00fccke, damit sie weiter 1. Klasse fahren k\u00f6nnen und vor allem so ehrlich bleiben wie sie wohl sind.<\/p>\n<p>In der Lounge angekommen &#8211; sehe ich niemanden der mein Handy vor sich liegen hat. Ich rufe nochmals an &#8211; wir treffen uns am Eingang. Kein Rucksacktourist &#8211; aber ein Junger Mann, der f\u00fcr die Bahn im Lounge-Service arbeitet. Er zeigt l\u00e4chelnd auf eine junge Frau die neben ihm steht. Sie hat eine Kittelsch\u00fcrze an und ist ganz offensichtlich vom Reinigungsdienst. Sie hat das Handy gefunden &#8211; spricht aber so wenig deutsch, dass sie sich nicht getraut hat die Fundstelle zu besuchen &#8211; sicher h\u00e4tte sie dort etwas ausf\u00fcllen m\u00fcssen. Deshalb hat sie sich an den netten Kollegen gewandt. Sie will den Finderlohn zun\u00e4chst gar nicht annehmen. Ich kann sie aber \u00fcberreden und sie freut sich riesig. Und ich mit. Wir strahlen um die Wette. Ich immer noch.<\/p>\n<p>Ich wei\u00df nicht was mich mehr freut. Dass ich das Handy wieder habe &#8211; oder dass ich einem so ehrlichen Menschen begegnet bin.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dienstreise. Frankfurt. Kein Fr\u00fchst\u00fcck im Hotel. 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