{"id":1800,"date":"2015-05-31T21:12:09","date_gmt":"2015-05-31T19:12:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.all-about-schmitz.de\/wordpress\/?p=1800"},"modified":"2015-05-31T21:13:55","modified_gmt":"2015-05-31T19:13:55","slug":"ein-sonntag-in-etosha","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.all-about-schmitz.de\/wordpress\/blog\/ein-sonntag-in-etosha\/","title":{"rendered":"Ein Sonntag in Etosha"},"content":{"rendered":"<p> Wir wachen wieder mit dem Sonnenaufgang auf. Die Blase dr\u00fcckt und wenn man dann die gut 50 Meter zum Sanit\u00e4rblock hin und zur\u00fcck durch die frische Morgenluft getapert ist, dann ist man auch wach. Vor allem wenn J\u00f6rg schon aufgeregt drau\u00dfen vor dem Zweckbau steht und Gnus im Morgenlicht bejubelt. <\/p>\n<p>Meine Euphorie h\u00e4lt sich um diese Uhrzeit bekanntlich in Grenzen. Erstmal Kaffee. Dann vielleicht. <\/p>\n<p>Wir packen unsere 7 Sachen. Bettw\u00e4sche staubsicher verpacken. Erker einklappen. J\u00f6rg erledigt derweil den Abwasch. Geschirr verstauen. Matratze festzurren. Dach einziehen und festhaken. Strom- und W\u00e4scheleine einpacken. Irgendwann dazwischen von der Leiter purzeln. Schon schneller als gestern, aber die fiesen Drehschl\u00f6sser nerven immer noch ein wenig. <\/p>\n<p>Heute wollen wir unsere ersten Erkundkungsfahrten zu Wasserl\u00f6chern in der Gegend rund um Namutoni starten. Aber erst mal tanken. Der Tank ist schon wieder zu dreiviertel leer. Der Tankwart weist uns auf den Umstand hin, dass unsere Pipe leake. Aha. M\u00f6glicherweise ein Grund f\u00fcr den hohen Spritverbrauch, f\u00e4llt Herrn Schmitz sofort ein. Can you fix it? Ist das erste was mir einf\u00e4llt. Es ist \u00fcbrigens Sonntag morgen. Irgendwas so gegen 8.30 h.&#8220;My friend can&#8220; ist die Antwort. Wir warten. Der Freund kommt und fixt. Dauert vielleicht ne halbe Stunde. Wir betanken zu Ende. Es leaked immer noch. Nach nochmal einer Stunde und vielen Erkl\u00e4rungen, Telefonaten mit der Base des Autos, k\u00f6nnen wir dann irgenwann los. <\/p>\n<p>Die Sonne steht mittlerweile hoch am Himmel, au\u00dfer uns ist keiner auf der kreidewei\u00dfen Piste unterwegs. Die sind ja alle schon vor 2 Stunden losgefahren. Das erste was wir sehen: vier Oryxe. Malerisch verteilt. Sie sehen unwirklich aus. Mit ihren schwarzen scharfgezeichneten Streifen und den spitzen flach nach hinten abstehenden Geweihen. Die ganze Landschaft wirkt unwirklich. Blauer Himmel, gr\u00fcnlich wei\u00dfe staubige, flache Erde. <\/p>\n<p>Wir sind auf dem Weg zum Wasserloch &#8222;Twee Palms&#8220;. Ah Tiere. Wir z\u00fccken unser gerade erworbenes Brevier mit den Bildern zu Identifizierung der gesichteten Tiere. Alles Wild, oder &#8222;Game&#8220; wie der Fachmann hier sagt. Wir sehen Kudus, Elands, Springb\u00f6cke und noch mehr Oryxe.<\/p>\n<p>Wir fahren weiter Richtung Norden. N\u00e4chstes Ziel: n\u00e4chstes Wasserloch. Eins ist trocken. Das n\u00e4chste zu unserem Entz\u00fccken bev\u00f6lkert mit 4 Elefanten. Wir schauen ihnen beim trinken zu. Sie sind vielleicht 40 Meter von uns entfernt. <\/p>\n<p>Und dann wird es turbulent. Das n\u00e4chste Wasserloch: Von weitem sehen wir, da steht eine GIRAFFE. Wir n\u00e4hern uns langsam, und da sind noch mehr. Sieben St\u00fcck der langhalsigen seltsamen Tiere erfreuen uns mit ihren artistischen Trinkspielen. Ich bin hin und weg. W\u00e4hrend ich  noch vor mich hingr\u00fcble wie ich das jemals in Worte fassen soll, bricht auf dem Fahrersitz schon wieder Jubel aus. Leise nat\u00fcrlich. Von rechts n\u00e4hern sich weit \u00fcber ein Dutzend Elefanten. In allen Gr\u00f6\u00dfen. Die Giraffen r\u00e4umen das Feld. Die Elefanten tun was Elefanten mit Wasser so tun. Trinken, gurgeln, duschen&#8230; wir schauen dem Treiben sicher eine Stunde lang zu. Bis der Chef-Elefant sagt, dass jetzt genug ist. Dann ziehen sie, so wie sie gekommen sind, wieder ab. <\/p>\n<p>Und als ob das nicht alles schon unwirklich und fantastisch genug gewesen w\u00e4re, sehen wir noch Giraffen kurz vor Sonnenuntergang, zwei entfernte Nash\u00f6rner, s\u00fc\u00dfe kuller\u00e4ugige Dikdiks, dann nochmal Zebras. Ich habe mittlerweile nicht nur die Worte sondern auch die Orientierung verloren. <\/p>\n<p>Aber wir haben viele fantastische Bilder. Auf Speicherkarte und im Kopf. Und irgendwann bekomme ich die vielleicht auch sortiert und hochgeladen ;-)<\/p>\n<p>Und zum Abschluss des Tages gabs ein leckeres Game-Steak. Vom Oryx. Und das war ganz wirklich und sehr lecker. <\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir wachen wieder mit dem Sonnenaufgang auf. Die Blase dr\u00fcckt und wenn man dann die gut 50 Meter zum Sanit\u00e4rblock hin und zur\u00fcck durch die frische Morgenluft getapert ist, dann ist man auch wach. 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