{"id":2025,"date":"2016-07-02T14:14:14","date_gmt":"2016-07-02T12:14:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.all-about-schmitz.de\/wordpress\/?p=2025"},"modified":"2016-07-02T14:41:08","modified_gmt":"2016-07-02T12:41:08","slug":"friedhoefe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.all-about-schmitz.de\/wordpress\/blog\/friedhoefe\/","title":{"rendered":"Friedh\u00f6fe"},"content":{"rendered":"<p>Rund 2,5 Mio. Einwohner hat West-Australien. 2,1 Mio. davon im Gro\u00dfraum Perth. Und grob gesch\u00e4tzt 2 Mio. davon leben in Einfamilienh\u00e4usern. Schon beim Landeanflug war die riesige Ausdehnung der Metropole zu erkennen. Die Skyline \u00e4hnelt der von Frankfurt\/M, aber drumherum ist alles voller einst\u00f6ckiger H\u00e4user. Perth und das angrenzende Fremantle, wo wir insgesamt 3 N\u00e4chte verbracht haben, wirken unglaublich aufger\u00e4umt und sauber. Dagegen ist selbst M\u00fcnchen eher eine Abfallhalde. Und \u00fcber K\u00f6ln m\u00f6chte ich an dieser Stelle den M\u00fcllsack des Schweigens legen.<\/p>\n<p>Am Vormittag fahren wir etwa\u00a0250 Km weiter Richtung Norden. Es dauert eine Weile, bis wir den Gro\u00dfraum Perth hinter uns lassen. Aber dann wird es wirklich schlagartig verkehrsm\u00e4\u00dfig ruhiger. Und die endlosen, \u00fcbrigens \u00fcberaus gepflegten Vororte, weichen einer relativ flachen Landschaft mit sandigem Boden und dichtem Buschwerk, das zumindest f\u00fcr Menschen um die 1,70 m kaum zu \u00fcberblicken ist. Aber dem Camper sei Dank sitzen wir ja etwas erh\u00f6ht, so dass wir auch zur linken oft den bis zum Horizont endlosen Indischen Ozean ersp\u00e4hen.<\/p>\n<p><strong>Endlich\u00a0K\u00e4ngurusteak<\/strong><\/p>\n<p>Gegen Mittag pausieren wir in der <a href=\"https:\/\/parks.dpaw.wa.gov.au\/site\/hangover-bay\">Hangover Bay<\/a>. D\u00fcnen, ein schier endloser Sandstrand und dazu an einem Parkplatz mehrere \u00f6ffentliche Gasgrills zur freien Verf\u00fcgung. Auch hier wieder: der Grillplatz ist unfassbar sauber und aufger\u00e4umt. h\u00fcbsche Holzb\u00e4nke, kein M\u00fcll, keine Graffiti, nix negatives. Einfach ein Kn\u00f6pfchen dr\u00fccken und der Grill l\u00e4uft f\u00fcr 10 Minuten. Danach schaltet er sich automatisch wieder ab. Wer weiter grillen m\u00f6chte, dr\u00fcckt einfach wieder den Knopf.<\/p>\n<p>Mehrere Stra\u00dfenschilder hatten uns vorher auf K\u00e4ngurus hingewiesen. Ein paar lagen auch tot am Stra\u00dfenrand. Warum also nicht heute auch K\u00e4nguru-Steak grillen. Ein paar Zwiebeln dazu &#8230; ich glaube ich erw\u00e4hnte bereits in einem fr\u00fcheren Blogbeitrag, dass K\u00e4ngurusteaks wirklich bemerkenswert lecker sind.<\/p>\n<p>\u00dcbrigens wurde auch immer wieder auf Emus hingewiesen. Die haben wir aber bisher weder tot noch lebendig gesehen, noch hatten wie sie auf dem Grill. Aber das kommt sicher noch.<\/p>\n<p><strong>Friedhof &#8211; Teil 1<\/strong><\/p>\n<p>Wie auch immer, frisch gest\u00e4rkt geht es weiter in den nahe gelegenen <a href=\"https:\/\/parks.dpaw.wa.gov.au\/park\/nambung\" target=\"_blank\">Naumburg National Park<\/a>. Mal fingerd\u00fcnn, mal mehrere Meter dick ragen hier bis zu 5 m bizarr geformte Kalksteins\u00e4ulen, die Pinnacles, aus dem W\u00fcstenboden. Keine Ahnung wie viele es dieser Pinnacles gibt. Es m\u00fcssen Tausende sein. Eingerahmt werden die\u00a0Kalksteins\u00e4ulen bei unserem Besuch von D\u00fcnen und zahlreichen dunklen Wolken, die die ganze Szenerie in einen Drama-Modus schalten.<\/p>\n<figure id=\"attachment_2029\" aria-describedby=\"caption-attachment-2029\" style=\"width: 600px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-2029\" src=\"https:\/\/www.all-about-schmitz.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/IMG_1297-600x450.jpg\" alt=\"Pinnacles \" width=\"600\" height=\"450\" srcset=\"https:\/\/www.all-about-schmitz.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/IMG_1297-600x450.jpg 600w, https:\/\/www.all-about-schmitz.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/IMG_1297-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.all-about-schmitz.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/IMG_1297-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.all-about-schmitz.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/IMG_1297.jpg 1440w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2029\" class=\"wp-caption-text\">Pinnacles<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die Gegend l\u00e4sst sich zu Fu\u00df erkunden. Oder \u00fcber eine 4 km lange Off-Road-Piste per Fahrzeug &#8211; was Beate zun\u00e4chst f\u00fcr eine bestenfalls &#8222;halbgute&#8220; Idee h\u00e4lt. Wir fahren &#8230; und ihre Begeisterung \u00fcber die Landschaft w\u00e4chst zum Gl\u00fcck von Minute zu Minute. Netterweise wei\u00dft mich eine freundliche, weibliche Navistimme beim Schrittfahren \u00fcber die Piste darauf hin, dass ich doch bitte mit dem Camper nicht schneller als 110 Km\/h fahren sollte. Ok, ich denke dran.<\/p>\n<p>Zur\u00fcck zum Kalkstein, der ja im Grunde nix anderes ist als ein Haufen toter Schalen- und Krustentiere. Wir fahren und spazieren also \u00fcber einen Friedhof der Schalentiere. Wir sind fasziniert. Wie viele dieser Schalentiere waren wohl n\u00f6tig, um derartige Gebilde zu schaffen? In welchen Zeitr\u00e4umen lief das alles ab?\u00a0Ich bewundere immer wieder Geologen, die ja nun wirklich in ganz anderen Dimensionen\u00a0denken m\u00fcssen, weit \u00fcber ein menschliches Leben hinaus. Mein Hirn sprengen solche Dimensionen ein wenig. Deshalb bin ich wohl auch kein Geologe geworden.<\/p>\n<p><strong>Friedhof &#8211; Teil 2<\/strong><\/p>\n<p>Ich wei\u00df es nicht genau, aber wahrscheinlich ist auch kein Einwohner der nahegelegenen Ortschaft Cervantes Geologe. In dieser gut 500 Einwohner z\u00e4hlenden Ortschaft \u00fcbernachten wir auf dem hiesigen Campingplatz. Cervantes zeichnet sich im wesentlichen durch folgendes aus:<\/p>\n<ol>\n<li>den spanischen Namen, den es einem 1844 vor der K\u00fcste versunkenen, spanischen Schiffes namens &#8230; ja genau &#8230; Cervantes verdankt.<\/li>\n<li>der Tatsache, dass alle Stra\u00dfen aufgrund dieses tragischen Ereignisses nach spanischen St\u00e4dten benannt wurden.<\/li>\n<li>einem endlos langen, etwa 20 m breiten Strand, der m\u00f6glicherweise sehr h\u00fcbsch sein k\u00f6nnte, wenn nicht &#8230;<\/li>\n<li>ebendieser Strand offensichtlich mindestens seit 1844 nicht mehr von Seegras und Algen ges\u00e4ubert wurde. Und &#8230;<\/li>\n<li>es also nur einen Grund gibt, in diesem Ort zu leben: mieses Karma!<\/li>\n<\/ol>\n<p>Immerhin, es gibt einen &#8222;<a href=\"http:\/\/lobstershack.com.au\/\">Lobster Shack<\/a>&#8220; der in diversen Internetforen f\u00fcr seine K\u00fcche euphorisch abgefeiert wird. Also hin. Das Motto des Ladens lautet &#8222;Living the Dream&#8220;. Klingt nach traumhaftem Lobster. Nun ja, was soll ich sagen? Uns begegnen 2 Mitarbeiter. Und wenn die \u00fcberhaupt noch mal etwas nettes tr\u00e4umen wollen, m\u00fcssen sie &#8217;ne Menge illegales Zeug einwerfen.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem macht der Laden um 17 Uhr dicht. An einem Samstag! Wir schleichen durch die mit spanischen Namen aufgeh\u00fcbschten Stra\u00dfen ins &#8230; \u00e4h &#8230; kommerzielle Zentrum. Ein Schild mit der Aufschrift &#8222;Bar &amp; Bistro&#8220; lockt. Es gibt nicht viele Alternativen. Also eigentlich gar keine. Wir gehen rein.<\/p>\n<figure id=\"attachment_2026\" aria-describedby=\"caption-attachment-2026\" style=\"width: 600px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-2026 size-medium\" src=\"https:\/\/www.all-about-schmitz.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/IMG_5893-600x450.jpg\" alt=\"Cervantes: Saturday night fever im &quot;Bar &amp; Bistro&quot; (f\u00fcr alle die etwas Zeit \u00fcbrig haben: dies ist ein &quot;Beate-Such-Bild&quot;)\" width=\"600\" height=\"450\" srcset=\"https:\/\/www.all-about-schmitz.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/IMG_5893-600x450.jpg 600w, https:\/\/www.all-about-schmitz.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/IMG_5893-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.all-about-schmitz.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/IMG_5893-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2026\" class=\"wp-caption-text\">Cervantes: Saturday night fever im &#8222;Bar &amp; Bistro&#8220;.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Ein gro\u00dfer Speisesaal. Zahlreiche, nein, alle Tische zur freien Auswahl. Eine freundliche Bedienung. Fensterplatz mit Panoramablick hin\u00fcber zum lokalen Supermarkt. \u00dcber dem dann auch malerisch die Sonne untergeht. Es wird definitiv Zeit f\u00fcr ein Bier. Oder zwei.<\/p>\n<p>Ich will nicht unfair sein! Die Prawns waren wirklich richtig gut. Au\u00dferdem konnten wir noch nie so eingehend einen Sonnenuntergang \u00fcber einem Supermarkt bewundern. Sonnenuntergang am Strand kann ja jeder. Nun ja, danach g\u00f6nnen wir uns noch &#8217;ne Flasche Rotwein. Und m\u00f6glicherweise wurde dieser Blogbeitrag auch\u00a0ein wenig davon beeinflusst :-).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rund 2,5 Mio. Einwohner hat West-Australien. 2,1 Mio. davon im Gro\u00dfraum Perth. Und grob gesch\u00e4tzt 2 Mio. davon leben in Einfamilienh\u00e4usern. Schon beim Landeanflug war die riesige Ausdehnung der Metropole zu erkennen. 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