{"id":3819,"date":"2024-12-05T16:53:09","date_gmt":"2024-12-05T15:53:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.all-about-schmitz.de\/wordpress\/?p=3819"},"modified":"2024-12-07T15:27:45","modified_gmt":"2024-12-07T14:27:45","slug":"es-riecht-hier-ueberall-nach-seife","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.all-about-schmitz.de\/wordpress\/blog\/es-riecht-hier-ueberall-nach-seife\/","title":{"rendered":"Es riecht hier \u00fcberall nach Seife"},"content":{"rendered":"\n<p>Ja der Titel ist mal wieder \u00fcberhaupt nicht f\u00fcr google optimiert. Aber es ist der Satz, \u00fcber den ich heute am l\u00e4ngsten nachgedacht habe. <\/p>\n\n\n\n<p>Aber der Reihe nach. Der Tag begann mit, &#8222;lass mal liegenbleiben&#8220; meinerseits und wenig Widerspruch von J\u00f6rgs Seite. Wir wohnen gerade in so einer Art Ferienwohnung. Alles was man braucht &#8211; inklusive Mikrowelle und B\u00fcgeleisen &#8211; auf etwa 18qm Grundfl\u00e4che und zwei Ebenen. Sauber, modern und praktisch. Gut funktionierende Klimaanlage inklusive. <\/p>\n\n\n\n<p>Wir haben uns gestern noch mit einem einigerma\u00dfen leistbaren M\u00fcsli, Bananen und Milch f\u00fcr fr\u00fcchst\u00fccksautark erkl\u00e4rt. So k\u00f6nnen wir ohne Not zu leiden, tats\u00e4chlich erst um Mittag aus dem Haus. Unser Mini-Loft hat zwar Fenster, die sind aber alle undurchsichtig, so stellen wir erst auf der Stra\u00dfe fest, dass heute ausnahmsweise mal wirklich die Sonne scheint. <\/p>\n\n\n\n<p>Die Zeit der Ruhe haben wir nat\u00fcrlich auch genutzt um Pl\u00e4ne zu schmieden, und heute wurde beschlossen &#8222;Little India&#8220;, einer der \u00e4lteren Stadtteile aufzusuchen. Ein riesiger Bogen mit bunten indischen Figuren \u00fcberspannt die Serangoon Road als wir ankommen. <\/p>\n\n\n\n<p>Indien ist ja so ein wenig J\u00f6rgs ewiger Sehnsuchtsort. Die Menschen, das Essen und vielleicht auch die vergangenen rotgoldenen J\u00fcnglingslocken lassen ihn gerne schnell wehm\u00fctig werden. Das ging auch diesmal recht schnell, der Anlass ein Lakshmi Tempel, ein Priester der J\u00f6rg das Bindi, den roten Punkt, auftr\u00e4gt (ich muss das als Frau im Gruppenzwang selbst machen, weil nicht ber\u00fchrbar) und nat\u00fcrlich ein nettes Gespr\u00e4ch. Der orange gewandete Priester plaudert mit uns und freut sich, dass ich die mir geschenkte S\u00fc\u00dfigkeit als Ladoo erkenne. Er kommt urspr\u00fcnglich aus Varanasi. Die indischste Stadt die ich so kenne. Er schenkt uns Bananen und muss dann wieder seinen eigentlichen Aufgaben nachkommen. Es sind auch wirklich gl\u00e4ubige Inder anwesend. <\/p>\n\n\n\n<p>So beseelt bewundern wir weiter die bunt gestrichenen H\u00e4uschen, Wandmalereien, \u00fcberm\u00e4\u00dfig viele Gesch\u00e4fte mit Blumenschmuck, Goldschmuck und alles was man f\u00fcr die Ausstattung eines Bollywood Movies so braucht. In einer Seitengasse finden wir eine Essensstand mit Sitzgelegenheiten, Samosas, Kokosn\u00fcssen und Massala Chai. <\/p>\n\n\n\n<p>Das wird unsere Mittagspause. Unter dem Dach des pragmatischen &#8222;Lokales&#8220; sitzen nur M\u00e4nner, die sich bei den \u00fcblichen gut 30 Grad zum Mittagessen ein oder mehr Bierchen g\u00f6nnen. Das Bier hei\u00dft tats\u00e4chlich &#8222;Knock-Out&#8220;. Ich hoffe sie hatten schon Feierabend. <\/p>\n\n\n\n<p>So gest\u00e4rkt wandern wie weiter durch G\u00e4sschen. Ist schon mehr los in diesem Stadtteil, vor allem sind die Stra\u00dfen enger und \u00fcberall wird irgendwas angeliefert und einger\u00e4umt. Kein Vergleich mit Indien, aber schon etwas trubeliger als in den Stadtteilen die wir bisher gesehen haben. Das Wetter macht schon ein wenig m\u00fcde und durstig und wir gehen an einem Lokal vorbei, das eine nette \u00fcberdachte Terrasse hat und wir beschlie\u00dfen noch einen Tee zu trinken. Den kriegen wir auch, wie sich jedoch sp\u00e4ter herausstellt sind wir ausgerechnet in Little India in ein franz\u00f6sisches Lokal mit verbriefter Expertise in der Souffl\u00e8e Herstellung geraten. <\/p>\n\n\n\n<p>Das erfahren wir vom &#8222;Chef&#8220; selbst, der irgendwann aus dem Lokal kommt und uns fragt ob wir noch mehr bestellen wollen. Dessert bietet er an. Tiramisu. Ich wehre vielleicht etwas zu entsetzt ab, J\u00f6rg rettet das mit der Frage, was er denn empfehlen k\u00f6nne. Wir bestellen das empfohlene Souffl\u00e9e mit Kahlua und Walnusseis. Sehr lecker. Und dann kommen wir ins Gespr\u00e4ch. Und es wir sofort spannend. <\/p>\n\n\n\n<p>Der Lokal-Chef ist geboren in Singapur, stammt aber aus dem S\u00fcden von Indien und ist Tamile. J\u00f6rg will wissen wo er sich mehr Zuhause f\u00fchlt, in Indien oder in Singapur.  Und die Frage ist wohl nicht leicht zu beantworten, da er als Kind zwei Jahre im l\u00e4ndlichen Indien verbracht hat und deshalb nicht nur Singapur kennt. Er nennt beides seine Heimat, meint aber, dass ihm in der Jugend Singapur besser gefallen h\u00e4tte. Es w\u00fcrde mittlerweile in Singapur alles nur noch um Geld und Fortschritt gehen, und im Gegensatz zu Indien wo jeder seine Heimat, auch an verschiedenen Ger\u00fcchen erkennen w\u00fcrde, rieche hier in Singapur alles nur nach Seife und sei steril. Es fehle den Singapureinwohnern an Identifikation und an Gef\u00fchl f\u00fcr die Stadt. Wenn ich das jetzt so lese, k\u00f6nnte ich fast auf die Idee kommen, dass die deutsche Hauptstadt der Heimatgef\u00fchle K\u00f6ln, m\u00f6glicherweise deshalb ein Problem mit der Sauberkeit hat? Mal sehen ob der Satz vom Lektorat noch kassiert wird ;-) <\/p>\n\n\n\n<p>Ja auf jeden Fall war das ein sehr zum Nachdenken anregender Nachmittag und wir genie\u00dfen im Moment wirklich den Luxus uns sehr viel Zeit f\u00fcr die Singapur-Erkundung genommen zu haben. Und sind gespannt was uns noch so erwartet. <\/p>\n\n\n\n<p>Nicht vergessen wollen wir aber auch den letzten Programmpunkt f\u00fcr heute &#8211; die Teilnahme am vier Wochen dauernden Festival &#8222;Christmas on A Great Street&#8220;, keine Ahnung wie es zu diesem Namen kam, aber gro\u00dfe exklusive Marken sponsern diese \u00fcberw\u00e4ltigende Weihnachtsbeleuchtungsorgie entlang der Orchard Road, der gr\u00f6\u00dften Einkaufsstra\u00dfe hier. Zwei Kilometer mit Weihnachtsbeleuchtung, Weihnachtsmusik und Weihnachtsshopping Es riecht zwar nicht direkt nach Seife, aber nach Dior und anderen edlen Duftw\u00e4sserchen. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ja der Titel ist mal wieder \u00fcberhaupt nicht f\u00fcr google optimiert. Aber es ist der Satz, \u00fcber den ich heute am l\u00e4ngsten nachgedacht habe. Aber der Reihe nach. Der Tag begann mit, &#8222;lass mal liegenbleiben&#8220; meinerseits und wenig Widerspruch von J\u00f6rgs Seite. Wir wohnen gerade in so einer Art Ferienwohnung. 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