{"id":3834,"date":"2024-12-07T02:12:31","date_gmt":"2024-12-07T01:12:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.all-about-schmitz.de\/wordpress\/?p=3834"},"modified":"2024-12-07T04:21:21","modified_gmt":"2024-12-07T03:21:21","slug":"alles-ganz-entspannt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.all-about-schmitz.de\/wordpress\/blog\/alles-ganz-entspannt\/","title":{"rendered":"Alles ganz entspannt"},"content":{"rendered":"\n<p>So, gleich mal ne Ansage: Stand jetzt ist Singapur die gechillteste Millionenstadt, in der wir jemals waren. Das liegt sicher nicht nur daran, dass wir erst weit Richtung Mittag unsere Unterkunft verlassen. Denn eine Gro\u00dfstadt am Vormittag ist halt f\u00fcr gew\u00f6hnlich bestenfalls f\u00fcr Museen gut. Aber sp\u00e4ter, am Nachmittag gegen Feierabend, beginnt das Leben, Big City Lights und so.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch der Reihe nach. Nach Mittag schlurften wir langsam zu Fu\u00df ins muslimische Viertel Kampong Glam. Wobei hier alle &#8211; bedingt durch Dampfsauna-Klima &#8211; zu Fu\u00df im untersten Drehzahlbereich unterwegs sind. Keine Hektik, kein Stress, nirgendwo. Niemand p\u00f6belt, wird laut, rempelt oder \u00e4hnliches. Auch die Autos hupen nicht, fahren langsam und mit Bedacht, alles wie ein ruhiger, vor sich hinpl\u00e4tschender Fluss.<\/p>\n\n\n\n<p>Wobei Aggressionen auch heftigst bestraft werden. F\u00fcr einfach mal jemandem aufs Maul hauen gibt&#8217;s gleich mal 2 Jahre Knast. Ich bin nicht vom Fach, doch f\u00fcr bekennende Hooligans d\u00fcrfte das hier der Vorhof zur H\u00f6lle sein. \u00dcbrigens ist es wohl auch f\u00fcr Frauen problemlos m\u00f6glich, alleine um 4 Uhr in der Nacht durch die Stra\u00dfen zu gehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch zur\u00fcck zu Kampong Glam. Wie so oft in dieser Stadt besticht auch dieses Viertel mit zahlreichen, gut 100 Jahre alten und 2 bis 3st\u00f6ckigen, bunt bemalten Gesch\u00e4ftsh\u00e4usern. F\u00fcr Architektur-Kenner sind sie laut Google ein Fest verschiedener asiatischer und europ\u00e4ischer Stile. Wie bei den Hooligans sind wir auch da nicht sooo tief im Thema, erfreuen uns aber am Anblick der Farben und zahlreichen Wandmalereien.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir lassen uns also ein wenig treiben, wollen ganz bewu\u00dft keine Touri-Hotspots einfach abhaken, schlendern ein wenig durch die Gegend, suchen uns immer wieder ein Pl\u00e4tzchen, um unseren schwitzenden K\u00f6rpern das eine oder andere Kaltgetr\u00e4nk zuzuf\u00fchren und genie\u00dfen die gelassene Freundlichkeit der Leute.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein weiterer Wohlf\u00fchlfaktor ist die hier herrschende Sauberkeit. Noch ein winziges bisschen sauberer ist es wirklich nur in Japan. Ab und zu werfen wir an den schier unz\u00e4hligen Essensst\u00e4nden ein, zwei H\u00e4ppchen zur St\u00e4rkung ein und weiter geht es.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir schlendern gegen Nachmittag einfach weiter, m\u00f6chten eigentlich nur irgend etwas klimatisiertes f\u00fcr eine Verschaufpause finden. Ebenso pl\u00f6tzlich wie unerwartet t\u00fcrmt sich am Parkview Square ein edles <a href=\"https:\/\/parkviewsquare.com\/\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/parkviewsquare.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Art Deko Hochhaus<\/a> wie frisch aus Gotham City vor uns auf. Beate und ich haben bei so etwas unterschiedliche Herangehensweisen. Sie ist die eher zur\u00fcckhaltende, sch\u00fcchterne, bleibt etwas au\u00dfen vor. Ich hingegen suche ein T\u00fcre und gehe einfach mal hinein. <\/p>\n\n\n\n<p>Das Innere offenbart sich als eine mit &#8222;opulent&#8220; nur unzureichend beschriebene<a href=\"https:\/\/atlasbar.sg\/\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/atlasbar.sg\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"> Bar namens Atlas<\/a> in einem gro\u00dfen Saal, mit allem, was Art Deko Elemente so hergeben. Ich rufe Beate zu mir, die regelrecht verz\u00fcckt ob dieser Ausstattung gar nicht wei\u00df, wohin sie zuerst gucken soll. Aller Glanz und Glamour der 20er Jahre scheinen sich in diesem einen Raum zu vereinen.<\/p>\n\n\n\n<p>Diesem Ambiente haben sich auch die G\u00e4ste bei der Wahl ihrer Kleidung angepasst. Anzughosen und Hemden bei den Herren sind das Mindeste. Im Vergleich dazu liefert mein Outfit mit Shirt und Shorts einen erfrischenden, unkonventionellen Gegenpol. Beate meinte mal vor Jahren, ich k\u00f6nnte in so L\u00e4den mit einer Selbstverst\u00e4ndlichkeit reinspazieren, all w\u00fcrde das alles mir geh\u00f6ren. Heute war offensichtlich genau diese Selbstverst\u00e4ndlichkeit wieder gefragt.<\/p>\n\n\n\n<p>Also einfach rein da, milde l\u00e4chelnd einen Afternoon Tea bestellen und dann Ambiente und Klimaanlage genie\u00dfen. Hat funktionert.<\/p>\n\n\n\n<p>Inspiriert von so viel Style entscheiden wir uns, anschlie\u00dfend ein Ein-Sterne-Michelin Restaurant aufzusuchen. Wir hatten bei den Reisevorbereitungen von einem in Chinatown gelesen. Also, ab in die wirklich hervorragende Metro Richtung Chinatown, dann noch kurz Suchen und schon stehen wir vor der Lokalit\u00e4t unserer Wahl.<\/p>\n\n\n\n<p>Bez\u00fcglich unseres Outfits m\u00fcssen wir uns keinerlei Gedanken machen, denn das ausgezeichnete Lokal liegt im Food Court einer &#8230; nun ja &#8230; Mall, gegen den selbst der mieseste Kaufland wie eine Luxus-Oase wirkt. Wobei da auch noch dutzende weitere Lokale, sogenannte Hawker sind, alle mit dem Charme einer kleinen, etwas runtergekommenen Frittenbude oder D\u00f6nerladens. Auf einer Skala von 1 &#8211; 10 geht das Ambiente hier eindeutig gegen Null. Egal, denn wie so oft in Asien bieten diese kleinen Streetfood-L\u00e4den nur sehr wenige Speisen an, die sind dann aber gerne mal extrem lecker. <\/p>\n\n\n\n<p>Unser kleiner Laden erhielt 2018 einen <a href=\"https:\/\/eatbook.sg\/chinatown-complex-food\/\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/eatbook.sg\/chinatown-complex-food\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Michelin-Stern<\/a>. Das ist tats\u00e4chlich so, als ob bei uns ein Fritten-Fritz oder so ausgezeichnet w\u00fcrde. Erst mal eine Weile Schlangestehen angesagt. Dumplings sind hier den Stern wert, also so eine Art asiatische Version von Maultaschen. Und das dann f\u00fcr nur 3 bis 4 Euro. Kurzes Fazit: gut &amp; g\u00fcnstig.<\/p>\n\n\n\n<p>Ges\u00e4ttigt begeben wir uns noch zur Bucht vor dem Marina Bay Sands Hotel. Eine jeden Abend mehrfach stattfindende Licht-und Wassershow ist das Ziel. Sie soll historische und kulturelle Bez\u00fcge zu Singapur darstellen, die Transformation der Stadt, ihre Multikulturalit\u00e4t aber auch spirituelle Inhalte darstellen. So hei\u00dft es zumindest offiziell. Um ehrlich zu sein, h\u00e4tte man das mir auch als eine &#8222;Wie aus einem St\u00fcck Holz ein Nudelbrett wurde&#8220; Geschichte oder so verkaufen k\u00f6nnen. F\u00fcr mich w\u00e4re es kein Unterschied. Aber was soll&#8217;s, es war sehr bunt und h\u00fcbsch anzusehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Jetzt liegen wir wieder im Bett, es ist nach Mitternacht und nach einem ebenso entspannten wie abwechslungsreichen Tag freuen wir uns schon auf den n\u00e4chsten.<\/p>\n\n\n\n<p>Also, gute Nacht und auch euch eine entspannte Zeit.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>So, gleich mal ne Ansage: Stand jetzt ist Singapur die gechillteste Millionenstadt, in der wir jemals waren. Das liegt sicher nicht nur daran, dass wir erst weit Richtung Mittag unsere Unterkunft verlassen. Denn eine Gro\u00dfstadt am Vormittag ist halt f\u00fcr gew\u00f6hnlich bestenfalls f\u00fcr Museen gut. 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