{"id":746,"date":"2011-04-28T13:17:10","date_gmt":"2011-04-28T11:17:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.all-about-schmitz.de\/wordpress\/?p=746"},"modified":"2011-04-28T13:32:15","modified_gmt":"2011-04-28T11:32:15","slug":"ahuhuhuhuhuuu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.all-about-schmitz.de\/wordpress\/blog\/ahuhuhuhuhuuu\/","title":{"rendered":"Ahuhuhuhuhuuu"},"content":{"rendered":"<p>Nachdem wir uns bisher haups\u00e4chlich von hervorragend zubereiteten Tunfisch ern\u00e4hrt haben, ist es an der Zeit, sich weiteren einheimischen Spezialit\u00e4ten zuzuwenden. Dazu w\u00e4hlen wir ein kleines Restaurant in Steinwurfweite von unserer Pension aus. Wobei, das \u00d6rtchen hier ist sooo \u00fcberschaubar, dass alles\u00a0in Steinwurfweite von unserer Pension entfernt liegt.<\/p>\n<p>Der Restaurantbesitzer scheint ein begeisteter Teilnehmer diverser Kurse f\u00fcr &#8222;Innenarchitektur f\u00fcr Bastelfreunde&#8220; zu sein. Anders lassen sich die zahlreichen Wandlampen, die jeweils aus mehreren Muscheln zusammen gesetzt sind, kaum erkl\u00e4ren.\u00a0<\/p>\n<p>Jeder wie er mag und diese optischen Reize bringen uns zum Schmunzeln. &#8222;Ahuhuhuhuhuuu&#8220; &#8211; neben der fragw\u00fcrdigen Optik kommt nun eine noch fragw\u00fcrdigere Akustik hinzu. James Blunt tr\u00e4llert aus dem Lautsprecher. Nein, in diesem Lied tr\u00e4llert er nicht, er winselt bei seiner Angebetenen um eine zweite Chance. Keine Ahnung wie der Titel lautet, aber ich denke, h\u00f6r auf zu jammer, heul doch oder spring doch endlich.\u00a0<\/p>\n<p>Bei einem weiteren &#8222;Ahuhuhuhuhuuu&#8220; im Hintergrund wird Cachupa bestellt. Eine Art Eintopf bestehend aus Mais, S\u00fc\u00dfkartoffeln, Bohnen und Fleisch. Haben wir das Liedchen nicht gerade schon mal geh\u00f6rt? Beate meint nein. James Blunt heule eh immer gleich. &#8222;Ahuhuhuhuhuuu&#8220;, kein Zweilel, der Song l\u00e4uft jetzt bereits das dritte oder vierte Mal hintereinander. Eine\u00a0Ahuhuhuhuhuuu Endlosschleife. Das scheint jedoch weder unseren Muschelwandlampenbastelfreund noch die Kellnerin zu st\u00f6ren.\u00a0<\/p>\n<p>Ok, Buddhisten nutzen zur Meditation auch Endloswiderholungen von Mantras. Vielleicht ist das hier ja auch so was in der Art. Om, vielleicht erleuchtet es den Koch ja bei der Cachupa Zubereitung.\u00a0<\/p>\n<p>Sp\u00e4testens nach dem zweiten L\u00f6ffel Cachupa zerschl\u00e4gt sich diese Hoffnung. Das Zeug schmeckt &#8230; na ja &#8230; nennen wir es mal diplomatisch nach ehrlicher Hausmannskost.<\/p>\n<p>&#8222;Ahuhuhuhuhuuu&#8220; &#8211; erste Anzeichen von Verzweiflung machen sich bei uns breit. Wie diesem ebenso akustischen wie kulinarischen Elend entfliehen?\u00a0<\/p>\n<p>Klar, eine weitere einheimische Spezialit\u00e4t probieren: ein hochprozentiger Zuckerrohrschnaps namens Grogue. Die Kellnerin stellt uns 2 Flaschen zur Auswahl. Unsere Frage nach ihrer Empfehling beantwortet sie mit eimem wenig kompetenten Schulterzucken. &#8222;Ahuhuhuhuhuuu&#8220; &#8211; Beate w\u00e4hlt schlie\u00dflich die Flasche mit dem bunteren Ettiket.\u00a0<\/p>\n<p>Der Grogue wird in einem 3\/4 vollen Wei\u00dfweinglas serviert. Die Umdrehungen kann man schon aus \u00a0einiger Entfernung riechen. Also, geben wir diesem Abend den Rest, runter mit dem Zeug. Schmeckt leicht nussig und brennt in Hals und Rachen. Endlich ein Grund ein wenig mitzujammern, &#8222;Ahuhuhuhuhuuu&#8220;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachdem wir uns bisher haups\u00e4chlich von hervorragend zubereiteten Tunfisch ern\u00e4hrt haben, ist es an der Zeit, sich weiteren einheimischen Spezialit\u00e4ten zuzuwenden. Dazu w\u00e4hlen wir ein kleines Restaurant in Steinwurfweite von unserer Pension aus. Wobei, das \u00d6rtchen hier ist sooo \u00fcberschaubar, dass alles\u00a0in Steinwurfweite von unserer Pension entfernt liegt. 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