{"id":851,"date":"2011-05-13T13:15:51","date_gmt":"2011-05-13T11:15:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.all-about-schmitz.de\/wordpress\/reise\/spektakulare-coca-cola\/"},"modified":"2011-05-13T13:15:51","modified_gmt":"2011-05-13T11:15:51","slug":"spektakulare-coca-cola","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.all-about-schmitz.de\/wordpress\/blog\/spektakulare-coca-cola\/","title":{"rendered":"Spektakul\u00e4re Coca Cola"},"content":{"rendered":"<p>Endlich haben wir das gr\u00fcne Herz der Insel gefunden. Das nennt man hier &#8222;Ribeira&#8220;. Ribeiras sind sehr tiefe Taleinschnitte an einem Bergmassiv &#8211; Eingang immer unten an der K\u00fcste &#8211; Ausgang nur mit Aufstieg auf den Berg ;-)  Die Einschnitte bekommen vom Berg her Wasser. Zur Zeit allerdings nur wenn sich am Gipfel Wolken verfangen. Was zugegebener Weise wirklich eindrucksvoll aussieht. Aber genug &#8211; es war ein sehr sonniger Tag als wir aufbrachen vom Kraterrand (1240m) wieder zu den Casa des Ilhas abzusteigen. Wir lassen uns quer \u00fcber die Insel zum Kraterrand bringen. Auf dem Weg zeigt uns der Fahrer noch einige wirklich (jetzt kommt das Wort zum ersten mal) SPEKTAKUL\u00c4RE Ausblicke.  Spektakul\u00e4r weil man ganz oben am steilabfallenden Rand steht und sich vor einem das Tal mit gr\u00fcnen H\u00e4ngen und Terrassen \u00f6ffnet. Ich f\u00fcrchte keines der 120 Bilder die wir gemacht haben gibt diesen Eindruck wirklich wieder. Auch wenn man im Tal steht und den Blick schweifen l\u00e4sst gibt&#8217;s eigentlich keine Landschaft mit der ich das vergleichen k\u00f6nnte. <\/p>\n<p>Also gut &#8211; weil man hier wandert, wandern wir auch. Da J\u00f6rg wei\u00df, dass er mich schwer &#8217;nen steilen Berg hinaufkriegt, entscheiden wir gem\u00fctlich bergab zu wandern. In letzter Minute wird dann irgendwie beschlossen, dass wir gaaaaanz oben starten. Mir wird schon etwas mulmig als mir Katleen, die Wirtin hier, Wanderst\u00f6cke anbietet. nun gut. Da muss ich durch. Standspaziergang geht hier halt nicht. Das ist ja eher meins. Aber jetzt stehen wir erstmal in einem idyllischen Krater. In dem eifrig Ackerbau und Viehzucht betrieben wird. Der Taxifahrer setzt uns ohne konkrete Hinweise im Krater aus &#8211; aber erstmal gibt&#8217;s nur einen Weg. Eine Gabelung habe zun\u00e4chst nur ich gesehen. Ich votiere aber erstmal daf\u00fcr auf dem urspr\u00fcnglichen Weg weiterzugehen. Eine Nachfrage beim entgegenkommenden Cowboy ergibt dann aber doch die andere Richtung. Es geht auf den Kraterrand. Das grummeln in der Magengegend erreicht seinen H\u00f6hepunkt als wir das erste mal \u00fcber den Kraterrand schauen und sich der Weg wie eine rotbraune Schlange in die Tiefe windet. Bereichert um diese neue Dimension f\u00e4llt wieder das Wort der Tage: Spektakul\u00e4r! Der Abstieg beginnt. L\u00e4uft gut mit den St\u00f6cken. Der Weg ist teilweise saum\u00e4\u00dfig steil. Auch nicht meine Disziplin. Gar nicht. Ich wei\u00df, dass ich da irgendwie runtermuss. Ich gehe schneckenlangsam. Bei\u00dfe die Z\u00e4hne zusammen und stakse tapfer weiter. Nach der H\u00e4lfte etwa sagt mein Knie was ich schon lange vorher wusste: &#8222;Beate, du bist keine Bergziege&#8220;. Es geht durch Eukalyptusw\u00e4ldchen, Kaffee- und Bananenplantagen, Mangob\u00e4ume und Kohlterrassen.  Vier Stunden, drei Wutausbr\u00fcche und f\u00fcnf &#8222;ich kann nicht mehr Anf\u00e4lle&#8220; sp\u00e4ter stolpere ich auf die Dorfstra\u00dfe. Mir tut alles weh. Knie, Oberschenkel, Zehen und nat\u00fcrlich der Kiefer vom Z\u00e4hne zusammenbei\u00dfen. J\u00f6rg organisiert eine eiskalte Cola, die sogar meine Geister im Handumdrehen wieder mobilisiert. Keine Ahnung was da au\u00dfer Zucker hier noch alles drin ist: aber: ja, die Wirkung ist spektakul\u00e4r.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Endlich haben wir das gr\u00fcne Herz der Insel gefunden. Das nennt man hier &#8222;Ribeira&#8220;. Ribeiras sind sehr tiefe Taleinschnitte an einem Bergmassiv &#8211; Eingang immer unten an der K\u00fcste &#8211; Ausgang nur mit Aufstieg auf den Berg ;-) Die Einschnitte bekommen vom Berg her Wasser. 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