Die Seele planscht.
Hatte ich eigentlich schon erwähnt, dass die Badehose der Reiseleitung in einem lebhaften Türkis mit der Sonne um die Wette strahlt? Sie fügt sich so nahtlos in die Lagune ein, dass man fast den Überblick verliert.
Nur die wasserdichte Hosentasche für das Handy ist – sagen wir mal – mittel-praktisch, da der Reißverschluss eine recht eigensinnige Persönlichkeit besitzt. Und das Handy von dort nur sehr schwierig zu befreien ist.
Die Tage hier an der Lagune lassen wir ruhig angehen. Frühstück gibt es ohnehin erst ab zehn im „China-House“ nebenan. Unser Hotel bietet außer dem sehr coolen, ganztägig schattigen Bootssteg und der Mega-Aussicht eher wenig Komfort. Gemini würde sagen: „Es besticht durch seinen rustikalen Charme.“ Das lasse ich jetzt einfach mal so stehen. Wer es am See richtig chic haben will, muss tiefer in die Tasche greifen – aber wir finden: Die Abwechslung macht’s.
Deshalb hatte die Reiseleitung für den Sonntag Nachmittag eine Segeltour über die Laguna de los Siete Colores geplant. Und wie wir hier täglich beobachten können, ist in Gruppen Boot fahren hier ein Hauptbestandteil der Freizeitbeschäftigung. Segelboote sind eher selten, aber um so schöner.
Und ich mache es jetzt nicht unnötig spannend. Es war ein Traum. Wir hatten den besten Platz ganz vorne auf dem Bug und schipperten über kristallklares Wasser, das farblich alles von tiefem 80-Meter-Blau bis zu pastelligem Türkisgrün über weißem Sand zu bieten hatte. Im Hintergrund liefen chillige Latin-Beats (Bad Bunny lässt grüßen), es gab eiskaltes Bier und Agua de Jamaica. Ab und zu ein Sprung ins Wasser – Entspannung pur.
Die Seele baumelt und plantscht.
Jetzt fehlt mir eigentlich nur noch ein Badeanzug in Nemo-Orange. So als Kontrastprogramm zum Türkis.
